Manual Deskterity – die nächste Generation der Touchscreens?

Vermutlich ist man derzeit auf der sicheren Seite, wenn man pauschal einfach alles für Touchscreens ausrichtet. Ist ja die Zukunft … Doch wie so oft schlägt das Pendel bei neuen Errungenschaften stark in eine Richtung, bevor es in die ausgewogene Mitte zurückfindet. Daher werden auch in Zukunft nicht-touchfähige Anwendungen ganz sicher ihre Berechtigung haben.

Es gibt ein Microsoft-Research Projekt, das bereits die Frage adressiert, wie man “Finger und Stift” optimal kombinieren kann. Schreiben und präzises Zeichnen auf einem Touchscreen bleibt mit dem Finger allein auch in Zukunft umständlich. Manual Deskterity kombiniert Stift und Finger.

Ein Prototyp auf Basis des Surface-Tisches existiert bereits:

 

Lesenswert hierzu ist auch der Blogeintrag auf Technology Review.

KIN

Am 12. April 2010 wurde das neue Windows Phone namens “KIN” vorgestellt. Als “Social Phone” steht die (digitale) Kommunikation mit Freunden und Familie im Vordergrund. Das macht sich in der Oberfläche des Telefons direkt bemerkbar: Personen stehen im Mittelpunkt, der Austausch von Nachrichten und Fotos gehört zu den Top Use-Cases des Bedienkonzepts. Erstmals ist auch ein Mediaplayer auf Basis von Zune erstmals in einem Windows Phone integriert.

KIN gibt es in zwei Varianten:

KIN ONE KIN TWO
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Beide Varianten verfügen über eine ausziehbare Tastatur und haben Touchscreen-Displays. Während KIN ONE über eine 5 Megapixel Kamera und 4 GB Speicher verfügt, ist KIN TWO mit einer 8 Megapixel Kamera (HD Video) und 8 GB Speicher ausgestattet. Die Telefone selbst werden von Sharp gebaut.

Mit KIN Studio steht ein Webdienst zur Verfügung, mit dem auf Wunsch sämtliche Daten des Telefons (Bilder, Kontakte, Nachrichten …) ins Web synchronisiert werden. KIN Studio bietet dadurch nicht nur Backup-Funktionalitäten, vor allem aber auch eine Web-Oberfläche für das eigene Telefon.

Den besten Eindruck über die Ausrichtung und Fähigkeiten von KIN erhält man auf www.kin.com

Microsoft Produkt Roadmap

Vielleicht ganz hilfreich für den ein oder anderen: unter http://sebweber.com/microsoft-produkt-roadmap habe ich angefangen, die kommenden Produktveröffentlichungen zusammen zu stellen und werde die Liste ständig aktualisieren.

Parallel Computing – auf dem Weg zur Pflicht

Parallele Entwicklung ist aufgrund der Komplexität ganz sicher nicht jedermanns Sache. Das wird sich aber ändern müssen, betrachtet man die Hardwareentwicklung der letzten Jahre.

Während lange Zeit die Chiphersteller primär die Taktzahlen ihrer CPUs erhöhten, um schneller und schneller zu werden, hat sich der Trend seit einiger Zeit vollständig geändert. Betrachtet man das Verkaufsprospekt vom PC-Geschäft nebenan, fällt unmittelbar auf, dass die Taktzyklen der Rechner der neuesten Generation gar nicht mehr so hoch sind.

Das Stichwort lautet Multicore, also Mehrkernprozessor-Systeme. Die Skalierung erfolgt heute nicht mehr über eine noch höhere Taktrate einer zentralen CPU. Stattdessen folgt die parallele Schaltung mehrerer “Kerne”. Bereits heute sind 2-Kern-Systeme Standard und es wird nicht lange dauern, bis man 4 oder 8-Kerne in einem normalen Rechner beheimatet.

Einige Softwarefirmen mussten bereits schmerzhaft feststellen, dass ihre Anwendung auf neuen Systemen langsamer läuft, als auf deutlich älterer Hardware. Das liegt allein daran, dass vor allem bei sehr rechenintensiven Prozessen, die geringe Taktfrequenz negativ zu Buche schlägt.

Aus technologischer Sicht gibt es hier keine einfache Lösung. Es ist eine Anpassung der Algorithmen in der eigenen Software zwingend erforderlich, das kann kein Betriebssystem automatisch übernehmen. Softwarehersteller haben daher kaum noch eine Chance sich diesem Thema zu entziehen, eine Untersuchung und Anpassung der eigenen Lösung wird inzwischen zur Pflicht.

Visual Studio 2010 und .NET Framework 4.0 haben einen deutlichen Fokus auf Parallel Computing und bieten zahlreiche Verbesserungen. Weitere Informationen für Entwickler gibt es zudem auf den Seiten von MSDN.

“Wir erfinden Microsoft gerade neu!”

Kevin TurnerKevin Turner, COO Microsoft, berichtet in einem Interview der Computerwoche über den Einfluss von Cloud Computing auf Microsoft und kommentiert die aktuelle Übernahmewelle. 

(Artikel auf Computerwoche.de lesen)

Details zu Windows Phone 7 Series

Nach der Ankündigung von Windows Phone 7 Series am 15. Februar 2010 auf dem Mobile World Congress 2010 in Barcelona, wurden im März 2010 auf der MIX in Las Vegas weitere, entwicklungsrelevante Details bekannt gegeben.

 Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • imageWindows Phone 7 Series wurde komplett neu entwickelt. Fokus liegt besonders auf Usability und leichte Programmierbarkeit
  • Entwicklungsplattform ist Silverlight und XNA, ein Framework für die Entwicklung von Spielen auf PC, XBOX360 und jetzt auch Phone. Mit dem kostenfreien Visual Studio 2010 Express for Windows Phone und Expression Blend for Windows Phone stehen vertraute Entwicklungsumgebungen aus der .NET-Welt zur Verfügung 
  • Sehr enge Vorgaben für Hardwarehersteller. Dadurch ist ein fester Funktionsumfang der Telefone für Entwickler gewährleistet (Sensoren etc.)
  • Aufgrund des Plattformwechsels sind Windows Mobile Anwendungen nicht kompatibel zu Windows Phone 7 Series. Dies dürfte sich in der Praxis als unkritisch erweisen, da das neue, innovative Bedienkonzept bestehende Anwendungen fremd aussehen lässt – selbst bei einer technischen Kompatibilität, wäre die Usability spürbar inkompatibel
  • Für den Vertrieb eigener Anwendungen steht der Windows Phone Marketplace zur Verfügung. 

Weitere Details: Blogeintrag von Somasegar

Microsoft ist in der Cloud – seit 15 Jahren

image Anfang März 2010 hat Steve Ballmer in einem Vortrag die “5 Dimensionen der Cloud” beschrieben und unterstreicht dabei Microsofts 15-jährige Erfahrung in diesem Bereich:

1995: Windows Live Hotmail, 450 Millionen Anwender
1997: MSN, 559 Millionen Anwender pro Monat
1998: Windows Update, 28 Milliarden Anfragen pro Monat
2003: Live Meeting, 5 Milliarden Konferenzminuten pro Jahr
2004: Microsoft Online Services, 2 Milliarden Emails pro Tag
2008: Office Live, 12 Millionen Anwender

In den vergangenen Jahren wurden die bekannten Plattform-Produkte mehr und mehr in die Cloud verlängert. Dadurch entsteht die Wahlfreiheit Systeme nicht nur lokal im eigenen Rechenzentrum zu betreiben, sondern analog im Rechenzentrum eines Hosters oder bei Microsoft selbst in der so genannten “Public Cloud”.

Derzeit sind folgende Kernprodukte direkt von Microsoft als Service zu beziehen:

Quellen:

Was steckt hinter den Office Web Apps?

Mit Office 2010 kommen erstmals browserbasierte Versionen von Word, Excel, PowerPoint und OneNote auf den Markt – eine technische Kurzübersicht:

Die Architektur:  die Anwendungen selbst treten nicht alleine in Erscheinung, stattdessen sind sie  in SharePoint 2010 und Skydrive integriert. In beiden Fällen lassen sich damit abgelegte Dokumente direkt im Browser anzeigen und vor allem bearbeiten. Da es sich um die selben Dokumentenformate handelt wie bei den lokal installierten Versionen, ist ein nahtloser Wechsel zwischen der lokalen und der browserbasierten Office-Anwendung jederzeit möglich.

Unterstützte Browser: das Team legt großen Wert auf eine möglichst breite Unterstützung verschiedener Betriebssysteme. Um dies zu erzielen werden neben dem Internet Explorer ebenfalls Firefox und Safari unterstützt.

Verwendete Technologien: die Web Apps sind HTML/JavaScript Anwendungen. Für eine optimierte Darstellung von Word- und PowerPoint-Dateien steht ein optionaler Silverlight-Viewer zur Verfügung, der bei kompatiblen Browsern automatisch verwendet wird.

Integrationsmöglichkeiten für Entwickler: Die gewählte Architektur der Office Web Apps erlaubt keine eigenständige Integration der Editoren in eigene Anwendungen. Daher gilt es eine SharePoint bzw. Skydrive-Integration in Betracht zu ziehen. In beiden Fällen stehen APIs zur Verfügung um Dokumente auf die jeweiligen Plattform hochzuladen, zu löschen etc. Die Office Web Apps an sich lassen sich in der aktuellen Version selber nicht erweitern. Eigene  Buttons, Ribbons etc. sind damit nicht vorgesehen.

Quellen: